Interview: Google Maps Business View

Google Street View Interview

Ein spezieller Rundgang im Panorama-Format 

Sebastian Fiebak arbeitet für Google Maps Business View

Baesweiler. Sie sind zu Hause oder aber auch unterwegs auf der Suche nach einem orthopädischen Schuhmacher in Baesweiler oder Sie möchten sich über die Adresse einer Apotheke informieren. Dann bedeutet das meist: Computer (oder aber Tablet oder Smartphone) hochfahren und den Suchbegriff eingeben. Google wird es dann schon richten. Bislang erfuhr man dabei die Adresse der gesuchten Branche bzw. des gesuchten Unternehmens.

Trend aus den USA

Doch ein Trend, der aus den USA kommt, wird auch hierzulande immer häufiger genutzt: Beim „Google Maps Business View“ erfährt man nicht nur die Strecke, um sein Ziel zu erreichen, vielmehr kann man so direkt in das Unternehmen hineinschauen und sich überall durchnavigieren lassen. Und zwar in Panorama-Form beim 360-Grad-Rundgang. „Diese Möglichkeit nutzen immer mehr Firmen“, weiß Sebastian Fiebak. Damit dies möglich ist, greifen die Unternehmen auf ihn oder seine zwei Kollegen in der StädteRegion Aachen zurück. Denn nur diese drei Personen sind von Google befugt worden, die entsprechenden Fotos zu machen.

„Nach zehn Shootings, bei denen man die entsprechende Kamera-Ausrüstung samt Stativ und Objektiven vorweisen muss, wird man zertifiziert“, so Fiebak, der sich seit April vorigen Jahres „Google Maps Business View zertifizierter Fotograf“ nennen darf. Für den Mediengestalter und Kommunikationswissenschaftler mit Sitz im Internationalen Technologie- und Business-Center (its) Baesweiler ist das ein großer Teil seiner Arbeit geworden.

Irgendwie wurde ihm das Thema Fotografie ja auch fast schon sprichwörtlich „in die Wiege gelegt“, denn seine Eltern waren bereits Fotografenmeister. Nachdem es ihn „der lieben Liebe wegen“ von Ostfriesland nach Baesweiler zog, baut er hier seine Agentur auf und hat bereits mehr als zehn Shootings absolviert.

Wie zeitaufwendig das Ganze ist, zeigt der Ablauf eines Panorama-Shootings. Nach den normalen Außenaufnahmen werden die Panoramabilder fotografiert.

Sie werden dann im Büro am Computer bearbeitet, in ein Programm geladen und dann zu einer „Tour“ verknüpft. Zum Schluss kommt es zu einer Qualitätskontrolle durch Google, bevor von dort dann die Freigabe erfolgt.

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